Daniel 7:2 (SCH51), Daniel 7:3 (SCH51), Daniel 7:4 (SCH51), Daniel 7:5 (SCH51), Daniel 7:6 (SCH51), Daniel 7:7 (SCH51), Daniel 7:8 (SCH51), Daniel 7:9 (SCH51), Daniel 7:10 (SCH51), Daniel 7:11 (SCH51), Daniel 11:36(SCH51), Daniel 11:37 (SCH51), Daniel 11:38 (SCH51), Johannes 5:43(SCH51), Offenbarung 13:1 (SCH51), Offenbarung 13:2 (SCH51), Offenbarung 13:4 (SCH51), Offenbarung 13:11 (SCH51)
In Offenbarung 13 lesen wir von zwei Tieren. Das erste steigt aus dem Meer auf, und es hat Merkmale eines Löwen, Bären und Leoparden (Vers2). Gerade mit diesen drei ebenflls aus dem Meer aufsteigenden Raubtieren vergleicht der Prophet Daniel die Weltreiche Babylon, Medo-Persien und Griechenland (Daniel 7.2-6). Das vierte und wildeste der von ihm beschriebenen Tiere (7.7-11) dürfte sich mit dem decken, das uns Johannes in Offenbarung 13.2 schildert: Es vereint die Merkmale aller vorangegangenen heidnischen Reiche in sich. Was Daniel sah, war das aus seiner Warte noch zukünftige antike Rom, das aber in seinem Gesicht bis zum Kommen des Messias zum weltweiten Gericht besteht. Damit wird deutlich, dass das antike Rom am Ende eine Wiedergeburt erleben wird. Dieses wiedererstandene römische Reich ist nun das Tier von Offenbarung 13.2. Es steigt aus dem Meer auf, weil es eine heidnische Macht sein wird. Es handelt sich also um ein Reich, das natürlich auch in einem Anführer verkörpert sein wird. Aber in erster Linie steht das Tier aus dem Meer für ein Reich, nicht für die Person, die ihm vorsteht.
Das zweite Tier von Offenbarung 13 steigt aus der Erde auf, und dieses steht in der Sprache der Propheten für das Land Israel. Es ist noch wichtig zu beachten, dass es sowohl im Griechischen als auch im Hebräischen für Erde und Land nur ein Wort gibt. Wenn nun der Jude sagt ha-Arets, die Erde oder das Land, dann meint er fast immer das Land Israel. Aus diesem Land wird ein Tier hervorkommen, das dem Lamme äusserlich gleicht, aber eine andere Stimme hat (Offenbarung 13.11). Es gibt sich äusserlich wie der Messias, aber es ist ein Verführer, ein Sprachrohr des Drachen.
Der Prophet Daniel beschreibt diesen falschen König der Juden folgendermassen:
Und der König wird nach seinem Gutdünken handeln, und er wird sich erheben und gross machen über jeden Gott, und wider den Gott der Götter wird er Erstaunliches reden, und er wird Gelingen haben, bis der Zorn vollendet ist, denn das Festbeschlossene wird vollzogen. nd auf den Gott seiner Väter wird er nicht achten, und weder auf die Sehnsucht der Frauen noch auf irgend einen Gott wird er achten, sondern er wird sich über alles erheben. Und an dessen Statt wird er den Gott der Festungen ehren (Daniel 11.36-38).
Diese Merkmale lassen sich in ihrer Gänze nur auf einen Juden beziehen, denn der Gott der Väter ist der Gott der Väter des jüdischen Volkes, mit diesem Titel reden nur Juden ihren Gott an. Er wird auf die Sehnsucht der Frauen nicht achten, das heisst auf den Messias, auf den Juden in allen Jahrhunderten gewartet haben und dessen Mutter zu sein, die Sehnsucht einer jeden gottesfürchtigen Jüdin war. Der König wird, wie Offenbarung 13 verdeutlicht, den Gott der Festungen, das heisst die Kräfte und Mächte, die militärisch am stärksten sind, ehren, und das wird das Tier aus dem Meer sein, vor dessen Macht und Gewalt alle Welt in Schrecken und Anbetung versinken wird (Offenbarung 13.4).
Dass nun der Messias aus den Juden kommen musste, ist allgemein bekannt und steht unwiderlegbar fest. Der falsche Messias muss daher ein Jude sein, einen Nichtjuden würden die Juden nie akzeptieren. Der Messias sagte seinen Zeitgenossen, dass sie ihn, der im Auftrag Gottes kam, nicht annehmen wollten. Statt seiner würden sie am Ende der Tage einen anderen annehmen, der nicht von Gott gesandt ist (Johannes 5.43). Der Antichrist kommt als Jude, um die Juden zu verführen. Seine Macht wird er nicht Gott, sondern einer widergöttlichen Macht, dem ersten Tier, verdanken (Offenbarung 13.12). Damit ist er das exakte Gegenstück dessen, dem alle Gewalt im Himmel und auf der Erde von seinem Gott und Vater gegeben wurde (Matthäus 28.18), dessen, von dem übereinstimmend Daniel sagt, dass ihm von Gott Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben wurde (Daniel 7.14)
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